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Königswinter, 15.03.2019

Grenzenlos

Wie kommt man von Klaus der Geiger zu den Wölfen?
Ganz einfach:
Weil er in einem Lied über einen Menschen, der abgeschoben, welch eine Begrifflichkeit für unendliches Leid, über Grenzen singt.
Über den Stempel im Kopf und im Pass, der, wenn er im Pass fehlt, ein Verbrechen ist. 
Er singt über die Vögel, die über den Wolken fliegen und über Grenzen.
Und da packte es mich.
Gab es da nciht mal einen ersten Wolf, der die Grenze zu NRW überschritt? Da wurde dann gesagt: Vor dem Wolf muss man keine Angst haben. 


https://www.wp.de/panorama/tierisches/wolf-im-westerwald-an-der-nrw-grenze-gesichtet-erstmals-seit-160-jahren-id6504443.html

Der darf also, ok, hier eine Bundeslandgrenze, aber viele, die aus ihren Ländern flüchten und hier Schutz suchen, dürfen selbst diese Grenzen nicht überschreiben. 
Wer sind wir eigentlich dass wir meinen, wir könnten und dürften alles auf und in der Welt nach unseren Vorstellungen regeln?
Welche Arroganz besitzt der Mensch, dass er anderen Menschen ein gutes Leben verweigert? 
Was ist daran menschlich, Menschen in den Tod zurück zu schicken?


Wenn man bei starkem Wind über freies Feld geht und das Heulen des Windes hört und dann nach oben schaut, in die weite Unendlichkeit, da kann einem schon deutlich werden, dass wir winzig sind.
Und wir maßen uns an nicht nur die Erde zu bestimmen, sondern selbst dies Weite der Unendlichkeit.


Wo heißt es nochmal der Mensch sei die Krönung der Schöpfung (die es ja nicht gibt)?
Der Mensch meint, er muss Schöpfer sein und zerstört dabei alles schöne und Gute, nur weil er das Schöne und Gute nicht erkennt.

Lasst uns grenzenlos sein im einander schützen, lieben, helfen, und grenzenlos
im danach streben es zu erreichen.

Danke Klaus der Geiger, dein Lied hat mich inspiriert.

https://www.youtube.com/watch?v=opRwUMYV7PI
 




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