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      Der andere Blick

30.06.2018

 

Fest Der Kulturen DRK Schwesternschaft

Lange habe ich überlegt, welchen Titel ich nehmen könnte:
Z.B. was nicht selbstverständlich ist ist hier doch
oder:
Was die Politik nicht hinbekommt, hier klappt es
vielleicht auch:
es sollte selbstverständlich sein

aber ich fand nicht das passende, denn wie will man ausdrücken, dass Menschen gleich sind, Kulturen gleichwertig, Religionen auch und dass Menschen nicht menschenverachtend behandelt werden dürfen?
Ich fand nichts, deshalb der Titel der Tatsachen:
Heute gab es bei der DRK Schwesternschaft, in Bonn, am Venusbergweg, ein Fest der Kulturen.

Als ich heute morgen überlegte, was kann ich heute unternehmen, habe ich eine Menge Veranstaltungen entdeckt, an vielen Orten, aber diese stach hervor. 

Man kann jederzeit alle Veranstaltungen veranstalten, aber gerade ein Fest der Kulturen ist zur Zeit ganz wichtig, wo die Menschenverachtung in der Politik immer weiter fortschreitet, wo Menschen verurteilt und bestraft werden, weil sie Menschen vor dem Ertrinken retten, wo Menschen immer mehr in Lager gesteckt werden sollen, weil sie vor Kriegen, Armut oder aus welchen Gründen auch immer, aus ihrer Heimat fliehen müssen und an allen Gründen, egal, ob es um die weltweite Erzeugung von Armut geht oder weltweite Kriege, oder was auch immer, Deutschland ist für alle Fluchtursachen mit verantwortlich und anstatt diese Fluchtursachen zu bekämpfen, bekämpfen sie Menschen, die wegen der Fluchtursachen fliehen. 

Da herrschen keinerlei Skrupel, diese Menschen Staaten auszuliefern, die wieder Lager errichten oder die Flüchtlinge in die Wüste schicken. Nein, da herrschen keine Skrupel bei unseren Politikern. 

Sie werden satt, die Rüstungsindustrie streichelt sie und wenn man manchen Männern unterstellt, sie würden nicht mit dem Gehirn, sondern mit einem anderen Körperteil denken, so  kann  man den deutschen Politikern vorwerfern, dass sie ihr Gehirn längst ins Portmonee gesteckt haben und da wird es von willigen Lobbyisten gefüttert.
Ergebnis siehe oben. 

Und dann heute das Fest der Kulturen, eine Oase der Freundlichkeit, des internationalen Miteinanders, der Möglichkeit, etwas von anderen Ländern zu hören oder ´zu essen, ich trank syrischen Kaffee und ich trank niemals besseren Kaffee.

Aber welch ein freundliches aufeinander Zugehen, miteinander reden, miteinander lächeln oder lachen.
Da lernen junge Menschen aus unterschiedlichsten Ländern beim DRK die Altenpflege. 

Mal 3 Monate Schule, dann wieder in der ausbildenden Einrichtung, aber welch eine schöne Möglichkeit, Frieden unter Menschen zu stiften, sie gemeinsam lernen lassen, sie zusammen lassen. 
Ihnen die Möglichkeit geben, sich kennen zu lernen. 
Da waren Russische Menschen, Südamerikanische Menschen, Áfrikanische Menschen, Madagaskar war durch junge Menschen vertreten und viele andere Länder auch noch. 

Die Schwierigkeit bei der Titelfindung war eben, was selbstverständlich ist ist nicht selbstverständlich bei uns in Deutschland. 
Für die Gleichbehandlung von Menschen brauchen wir Fremdwörter wie z.B. Integration, womit viele oft die Assimilation meinen, weil sie denken, wer herkommt, muss alles vorherige aufgeben. 
Warum? 
Es ist doch toll, die Vielfältigkeit.

Ich selber wohne zwischen einer katholischen und evangelischen Kirche und meistens läuten sie zu den selben Zeiten und dann wünsche ich mir immer, dass dort noch eine Moschee wäre und der Muezzin rufen würde. Das wäre schön. Eine menschliche Stimme zwischen metallischer Musik.

Es gibt viele Institutionen, die auch die Möglichkeit haben, junge Menschen oder auch alte Menschen, oder auch mittelalte Menschen, zu vereinen. 
Liebe Institutionen, macht es, tut es einfach, damit die Welt friedlicher wird und auch unsere Kinder, Enkel und Urenkel noch eine Zukunft haben und nicht von Bomben zerfetzt werden, weil die Gleichheit der Menschen missachtet wird.


Hoffen wir, dass die Gleichheit der Menschen irgendwann kein Gesetz mehr braucht, sondern selbstverständlich ist, dass Menschen in jedem Land leben dürfen, in dem sie leben wollen, dass Grenzen, vor allen Dingen die Kopfgrenzen, wegfallen. Dass unterschiedliche Religionen und Kulturen gleichwertig akzeptiert werden. 

Solange es möglich ist, dass es als normal betrachtet wird, Menschen im Meer ertrinken zu lassen und Menschen, die die Ertrinkenden retten wollen zu bestrafen, solange ist die Menschheit kollektiv an menschenverachtendem Irrsinn erkrankt.