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Revolution


Sie saßen zusammen

und plauderten lustig

als die Nachricht

zu ihnen drang

dass die Lage der

Firmen ganz miserabel

was sie zu Entlassungen zwang.


Da schauten sich alle

mit Entsetzen an

und schwiegen gemeinsam

im Chor

nur einer war mutig

und hielt eine Rede

bevor


die anderen erstarrten

aus Angst vor der Zukunft

und er rüttelte

an ihrem Sein

indem er sie zwang

in anzuhören

hinweg

von dem schweigsamen Schein.


Und als sie so sahen

welche Kraft er

verteilte

da wurden sie mutig all

und standen auf

und gingen raus

und es erscholl ein Schall


Und die Menschen

in den Häusern

erwachten vom Schlaf

der für die Nacht war gedacht

und schlossen sich an

dem Zug durch die Stadt

und so war der Anfang gemacht.


Sie begann nur

ganz sanft und brauchte

noch Zeit

für die große Entwicklung

der Welt

doch war es schon das,

von dem man weiss

dass es den Oberen

nicht gefällt.


Es wurden mehr

und als es dann

ganz viele waren im Zug

der durch die Straßen zog

da sprach der erste

von Revolution

die dann jeder für sich

erwog.


Und sie gingen in die

Firmen und weckten

dort

die, die noch schliefen

ganz fest

und als die geweckt

da sah man schon

dass gab den

Bonzen den Rest.


Sie liefen ganz schnell

solange sie konnten

aus der Stadt und

weinten gar sehr

denn wussten sie doch

das war das Ende

nun gab es niemanden

mehr


der ihre Ausbeuterei

noch mitmachte

sie waren verloren

und wussten

es gab kein zurück

kein Wasser und Brot

die Menschen würden ihnen

was husten.


Und dann wurden Firmen

von vielen übernommen

gemeinsam wurde geschafft

was vorher nur wenige

zu eigenen Zwecken

sie hatten nur Geld gerafft.


Und jeder bekam nun

eine Arbeit,

was immer es auch war,

er wurde gebraucht und

wurde bezahlt

die Situation wurde klar.


Und jeder wurde

zufrieden und froh

weil er endlich wieder

genas

von Angst und Sorge

ums tägliche Brot

dass er immer in

Maßen aß.


Die Welt wurde anders

es wurde gelacht und

Freiheit wurde normal

und diesmal

das wussten sie

sie spürten es ja

war sie nicht mehr nur

formal.



© by Sofie Lehmann, Königswinter, 2013


 
 
 
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