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      Der andere Blick


1. April um 08:58 · 

"Kürzen die Kassen ihren Zuschuss und senken die Pharmahersteller ihre Preise nicht 
entsprechend ab, kann plötzlich eine Zuzahlungspflicht für die Patienten entstehen."

Bei den meisten Preiserhöhungen hat man eine Wahl, etwas anderes zu kaufen.
Brot wird teurer? Esse ich eben Kartoffeln oder backe selber.
Aber wenn mann z.B. schon mal einen Herzinfarkt hatte, nicht mehr arbeitsfähig ist,
dringend Blutverdünner braucht, das ist dann überlebenswichtig, hat man keine Wahl.
Welch ein infames Gesundheitssystem, das solches zu lässt.

Der oben zitierte Satz zeigt den ganzen Zynismus, der dahinter steckt. 
Der Patient ist der Dumme, der das Profitstreben, die Ausbeutung kranker Menschen,
zahlen muss.

Gegen vieles kann man sich wehren, aber nicht dann, wenn es um Lebenswichtige
Medikamente geht, die teurer werden. Dann nicht.
Und das ist nur eine Medikamentengruppe.

Kapitalismus ist ein Weg der armen-Menschen-Vernichtung durch 
Unbezahlbarkeit der Gesundheit. 
Auf Dauer zumindest.
Und wer meint,es gibt ja die Befreiung für die Armen:
Wenn man nur 10 Cent über der Anspruchsberechtigung liegt, gibt es sie nicht.