rotpoetin.de
      Der andere Blick

73 Jahre ohne Faschismus?

Wenn man Faschismus auf Deutschland begrenzt und damit nur das Regime meint.
Ja, gestern war der Tag, an dem Deutschland 73 Jahre vom faschistischen Regime befreit war und 
und es wurde an vielen Orten, u.a. auch in Bonn, dieses Ereignisses gedacht.

Es wurden Reden gehalten, von auch jungen Mensche, was Mut macht und Hoffnung gibt.

Wichtig war vor allen Dingen: Wir müssen weiter aufpassen.

Haben wir den Faschismus überwunden, wenn faschistische Regime mit deutschen Waffen Kriege führen? Wenn mit deutschen Waffen Minderheiten bekämpft werden? Wenn Freund und Feind kriegerischer Konflikte mit deutschen Waffen beliefert werden?

Ich kann auch fragen:
Haben wir Frieden, nur weil in Deutschland keine Bomben fallen, deutsche Soldaten aber weltweit in Kriege involviert sind? 

Mit einem Ja auf beide Fragen zu antworten, das wäre zu einfach und wenn wir schon eine globalisierte Welt haben, dann muss auch das Ende des Faschismus globalisiert werden und der Frieden weltweit.

Aber, jetzt kommen die Nesseln:
Wenn kapitalistische Länder und zum Kapitalismus gehört auch der Imperialismus, somit auch Kriege, wenn also kapitalistische Länder, die sich zudem beim gleichzeitigen scheibchenweisen Abbau der demokratischen Rechte auch noch Demokratie nennen, wenn also diese kapitalistischen Länder meinen ihr mittlerweile in Verkommenheit geratenes System weltweit verbreiten zu müssen, wie soll sich denn dann etwas ändern, da sie ja damit auch all das Negative mit verbreiten, also Profitstreben, bei dem über Leichen gegangen wird, siehe die Arbeitsbedingungen in vielen Ländern, wo dann ganz real Menschen ob dieser Arbeitsbedingungen sterben, mitunter, weil unter Missachtung aller Sicherheitsmaßnahmen mal wieder eine Fabrik abgebrannt ist incl. vieler dort arbeitenden Menschen, Ausgrenzung armer Menschen, die will man nicht wirklich haben, Ausgrenzung von Menschen aus anderen Ländern, deren Länder man beherrschen will, aber deren Menschen man an den Grenzen abweist.
Wie soll da wirklich Frieden und Faschismusfreiheit entstehen.

Deshalb ist dieser Gedenktag, der 8.Mai, Mahnung, Aufforderung aufmerksam zu sein, gegen jedes Faschistische Gedankengut, wenn z.B. aus einer Partei der Vorschlag kommt, an den Grenzen auf Flüchtlinge zu schießen.
Ich sage es jetzt mal provokant:
Wenn andere Länder auf deutsche Flüchtlinge in der Zeit zwischen 1933 und 1945 geschossen hätten, sie ermordet hätten oder dem Mord der deutschen Nazis ausgeliefert hätten, liebe Menschen, die ihr meint,das sei doch alles nicht so schlimm, dann würdet ihr vielleicht gar nicht existieren, weil ja evtl. eure Vorkommen dann auch ermordet worden wären. 

Traurig ist, wenn sich in den Städten, wie z. B. Bonn, die Parteien beim Gedenken nicht zeigen, außer der Linken und der DKP.
Schön ist, wenn es international stattfindet, z.B. unter Beteiligung kurdischer Gruppen. 

Ein Gedenktag ist sicher eine gute Sache, aber trotzdem sollten wir jeden Tag Bedenken, dass wir aufpassen müssen, denn Opfer von Nazis kann jeder ganz schnell werden, dass wir überall da, wo auch nur ansatzweise die Gefahr so als kleines Gerüchle zu erkennen ist, dagegen kämpfen müssen. 
International!


Hoch, hoch, hoch, die internationale Solidarität