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      Der andere Blick

Wie lässt sich auf den gegenwärtigen Rechtsruck reagieren?

Befördert wurde die Verschiebung nach rechts durch eine Politik der sozialen Entsicherung. Jahrzehntelang trimmte man die Bevölkerung auf "Leistungsbereitschaft" und "Eigenverantwortung". Die Agenda 2010 und Hartz IV waren nur die in Gesetze gegossene Form dieser Ausrichtung. Die soziale Entsicherung produziert ein Klima der Angst, auch bei jenen, die nicht unmittelbar von Armut betroffen sind, und bildet den Nährboden für Chauvinismus und Nationalismus.

Der Rechtsruck drückt sich indes nicht allein in Wahlergebnissen aus, sondern auch darin, dass die Hemmschwelle für menschenverachtende Ausdrucksweisen sinkt. Rassistische Deutungsmuster durchdringen die alltäglichen Gespräche. Noch ist das Ende dieses Rechtsrucks nicht absehbar. Aus der Geschichte könnten wir jedoch lernen, dass, wenn Verharmlosung der Nazis auf deren unbedingten Willen zur Macht trifft, die Machtübernahme schnell erfolgen kann.

Mit unserer Parteivorsitzenden wollen wir am 11.04.18 in Königswinter über dieses Thema diskutieren. Dazu sind Sie herzlich eingeladen!